Autor: galc

  • Insekten und Metamorphosen: Alfred Kornberger Einzelschau in Galerie Czaak vom 18. Juni bis 11. Juli

    Insekten und Metamorphosen: Alfred Kornberger Einzelschau in Galerie Czaak vom 18. Juni bis 11. Juli

    Alfred Kornberger war Besitzer der großen Vogelspinne Eurydike mit der er sein Atelier teilte und auch Insekten faszinierten den Künstler. Ihre vielgliedrigen Beine, die Fragilität ihrer Erscheinung und die Eleganz der Bewegungen inspirierten Kornberger zur Erfindung von Fabeltieren und Zwitterwesen aus Mensch, Blume und Insekt.

    In vielen Werken zeigt sich dabei eine weibliche Metamorphose mit einem großen Augenpaar als Kopf, Brüsten und rundlichen Schenkel am Körperansatz die nach unten hin dünner werden und so wieder an seine abstrahierten Aktmotive erinnern. Kornberger verstärkt diesen Eindruck, in dem er den Figuren oftmals eine asymmetrisch angelegte, signalhafte Farbgebung zuweist.

    “Selten hat ein Künstler bizarrere und surrealere Objekte erfunden wie diese insektenhaften Zwitterwesen,” kommentiert Franz Smola, international renommierter Kunsthistoriker und Herausgeber des Werkverzeichnisses von Alfred Kornberger “Der Akt als Innovation”.

    Schwerpunkt der aktuellen Einzel-Ausstellung sind ausgewählte Aquarelle und Ölmalereien. Die Kornberger-Personale läuft von Do, 18.06.15 bis Sa, 11.07.15. Die Kataloge mit allen Papier- und Ölarbeiten zu diesen Motiven liegen bei der Ausstellung auf.

  • Speakin’ Heads & Figures: Expressive Gestik mit Werken von Anzinger, Eckert, Leixl und Muehl in Galerie Czaak vom 5.3. bis 30.5.15 .

    Speakin’ Heads & Figures: Expressive Gestik mit Werken von Anzinger, Eckert, Leixl und Muehl in Galerie Czaak vom 5.3. bis 30.5.15 .

    Die Galerie Czaak zeigt aktuell mit „Speakin’ Heads & Figures“ eine Ausstellung mit besonders eindrucksvollen Köpfen und abstrahierten Figuren von verschiedenen KünstlerInnen. Aus den vorhanden Beständen wurden primär Malarbeiten von Siegfried Anzinger, Walter Eckert und Otto Muehl sowie Malereien und Skulpturen von Gerhard Leixl (Schüler von u.a. Lassnig, Schmalix und Pistoletto) ausgewählt.

    Ob als Eigen- und Fremd-Ansicht oder als Verewigung der Liebsten, ob als Auftragsarbeit einer Mäzenin oder eines stolzen Mannes, ob als Wiedergabe einer eindringlichen Mimik gemalt oder als Skulptur – Köpfe und Figuren mit expressiver Gestik, gegenständlich und abstrahiert, sind fixer Bestandteil von Kunstgeschichte wie künstlerischer Ausbildung. Mit ihrer oftmals „sprechenden Ausdruckskraft“ dürfen sie in keinem OEvre fehlen.

    Ergänzend werden zudem mehrheitlich gegenständliche „Kopf-Motive“ von Ankalina Dahlem (geb. 1968 in Frankfurt/D; u.a. Immendorff- und Balkenhol-Schülerin) sowie von MACON (geb. 1950 in Cali/K; u.a. Oberhuber-Schülerin) und Laura Stadtegger (geb. 1984 Graz/A; Attersse-Schülerin) gezeigt sowie als Kontrast auch abstrahierte „Köpfe“ der Studienkollegen und Andersen-Schüler Alfred Kornberger (1933-2002) und Leopold Ganzer (1929-2008).

    In der Werkschau sind mehr als 50 Malarbeiten und Skulpturen zu sehen, die Ausstellung läuft von Do, den 5. März bis Sa, den 30. Mai am Galeriestandort in der Wiener Sonnenfelsgasse 15. Die Kataloge zu den einzelnen KünstlerInnen liegen bei der Ausstellung auf.

  • Speakin’ Heads & Figures: Expressive Gestik mit Werken von Anzinger, Eckert, Leixl und Muehl in Galerie Czaak bis 30.5.15 .

    Speakin’ Heads & Figures: Expressive Gestik mit Werken von Anzinger, Eckert, Leixl und Muehl in Galerie Czaak bis 30.5.15 .

    Ob als Eigen- und Fremd-Ansicht oder als Verewigung der Liebsten, ob als Auftragsarbeit einer Mäzenin oder eines stolzen Mannes, ob als Wiedergabe einer eindringlichen Mimik gemalt oder als Skulptur – Köpfe und Figuren mit expressiver Gestik, gegenständlich und abstrahiert, sind fixer Bestandteil von Kunstgeschichte wie künstlerischer Ausbildung. Mit ihrer oftmals „sprechenden Ausdruckskraft“ dürfen sie in keinem OEvre fehlen.

    Die Galerie Czaak zeigt nun aktuell mit „Speakin’ Heads & Figures“ eine Ausstellung mit besonders eindrucksvollen Köpfen und abstrahierten Figuren von verschiedenen KünstlerInnen. Aus den vorhanden Beständen wurden primär Malarbeiten von Siegfried Anzinger, Walter Eckert und Otto Muehl sowie Malereien und Skulpturen von Gerhard Leixl (Schüler von u.a. Lassnig, Schmalix und Pistoletto) ausgewählt.

    Ergänzend werden zudem mehrheitlich gegenständliche „Kopf-Motive“ von Ankalina Dahlem (u.a. Immendorff- und Balkenhol-Schülerin) sowie von MACON (Oberhuber-Schülerin) und Laura Stadtegger (Attersse-Schülerin) gezeigt sowie als Kontrast auch abstrahierte „Köpfe“ der Studienkollegen und Andersen-Schüler Alfred Kornberger (1933-2002) und Leopold Ganzer (1929-2008).

    In der Werkschau sind mehr als 50 Malarbeiten und Skulpturen zu sehen, die Ausstellung läuft von Do, den 5. März bis Sa, den 30. Mai am Galeriestandort in der Wiener Sonnenfelsgasse 15. Die Kataloge zu den einzelnen KünstlerInnen liegen bei der Ausstellung auf.

  • Der Spiegel der Zeiten: Alfred Kornberger Papierarbeiten aus 1950-1995 in Galerie Czaak vom 6.12.14 bis 31.01.15

    Der Spiegel der Zeiten: Alfred Kornberger Papierarbeiten aus 1950-1995 in Galerie Czaak vom 6.12.14 bis 31.01.15

    Alfred Kornberger (Wien 1933 bis 2002 Wien) hätte letztes Jahr seinen 80. Geburtstag gefeiert. In diesem Rahmen fand im Wiener Künstlerhaus eine große Retrospektive mit rund 200 Ölarbeiten aus allen wichtigen Zyklen statt. Kornberger war aber nicht nur ein ausgezeichneter Maler, er war gelernter Grafiker und ein exzellenter Zeichner. Anlässlich der aktuellen Ausstellung in der Galerie Czaak wurden erstmals auch die Papierarbeiten aufgearbeitet und in einem Buch-Katalog mit Original-Texten von Dieter Schrage (1935 – 2011) und Franz Smola sowie Abbildungen von 280 Papierarbeiten aus allen wichtigen Zyklen (Akte, Zeus, Insekten, Gegenständliches, Moulin Rouge) publiziert.

    Alfred Kornberger studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Robin Christian Andersen. Im Frühwerk setzt sich Kornberger mit dem Kubismus, dem Surrealismus und von Anfang an auch mit der abstrakten Kunst auseinander, um dann zu seinem eigenen Stil zu finden – einer sehr dynamisch gestischen und gegenständlichen Malerei. Alfred Kornberger schuf rund 2.000 Ölmalereien und rund 4.000 Papierarbeiten in allen Techniken wie Bleistift, Buntstift, Aquarelle, Ölkreide oder auch Öl auf Papier. Die Galerie Czaak zeigt nun erstmals Papierarbeiten aus den wichtigsten Zyklen “Akte im Atelier”, “Zeus”, “Insekten”, Moulin Rouge”, “Affe und Frau”, “Gedanken gegen den Krieg”, “Venedig” sowie zahlreiche Arbeiten mit den bekannten Motiven seiner abstrahierten Akte aus dem Spätwerk.

    Der weibliche Akt steht im Mittelpunkt seines Interesses. Es geht um den Körper im Verhältnis zu seiner Umgebung. Verzerrungen und Deformierungen sind in seinen Werken ein überaus expressives und für den Künstler typisches Ausdrucksmittel. Die Farbe ist ein wichtiger Aussagefaktor in seinen Bildern. Abseits einer vordergründigen Erotik zeigen seine Bilder einen vielfältigen Diskurs zwischen stilistischer Variation und reiner Malerei.

    Alfred Kornberger gilt bei Experten als einer der vielfältigsten und bedeutensten Vertreter der expressiven, gegenständlichen Malerei in Österreich. Kornberger zählt zu den großen Koloristen in der Malerei des 20. Jhdt. Seine Arbeiten stehen schwerpunktmässig für die österreichische Tradition einer körperbetonten Kunst. Kornbergers Werke sind vielen bedeutenden musealen und privaten Sammlungen vertreten, u.a. Leopold Museum, Belvedere, Albertina, Vienna Insurance Company oder Österreichische Nationalbank.

    Der neue Buch-Katalog mit 208 Seiten und 280 Abbildungen ist bei Vernissage und Ausstellung erhältlich. Die retrospektive Personalie läuft als Verkaufsausstellung von 5. Dezember 2014 (Vernissage ab 19.00 Uhr) bis Samstag, den 31. Jänner 2015.

  • Der Spiegel der Zeiten: Alfred Kornberger Personale mit Papierarbeiten aus 1950 – 1995 in Galerie Czaak

    Der Spiegel der Zeiten: Alfred Kornberger Personale mit Papierarbeiten aus 1950 – 1995 in Galerie Czaak

    Alfred Kornberger (Wien 1933 bis 2002 Wien) hätte letztes Jahr seinen 80. Geburtstag gefeiert. In diesem Rahmen fand im Wiener Künstlerhaus eine große museale Retrospektive mit rund 200 Ölarbeiten aus allen wichtigen Zyklen statt. Kornberger war aber nicht nur ein ausgezeichneter Maler, er war gelernter Grafiker und ein exzellenter Zeichner. Anlässlich der aktuellen Ausstellung in der Galerie Czaak (von 6. Dezember 2014 bis 31. Jänner 2015) wurden erstmals auch die Papierarbeiten aufgearbeitet und in einem Buch-Katalog mit Original-Texten von Dieter Schrage (1935 – 2011) und Franz Smola sowie Abbildungen von 280 Papierarbeiten aus allen wichtigen Zyklen (Akte, Zeus, Insekten, Gegenständliches, Moulin Rouge) publiziert.

    Alfred Kornberger studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Robin Christian Andersen. Im Frühwerk setzt sich Kornberger mit dem Kubismus, dem Surrealismus und von Anfang an auch mit der abstrakten Kunst auseinander, um dann zu seinem eigenen Stil zu finden – einer sehr dynamisch gestischen und gegenständlichen Malerei. Alfred Kornberger schuf rund 2.000 Ölmalereien und rund 4.000 Papierarbeiten in allen Techniken wie Bleistift, Buntstift, Aquarelle, Ölkreide oder auch Öl auf Papier. Die Galerie Czaak zeigt nun erstmals Papierarbeiten aus den wichtigsten Zyklen “Akte im Atelier”, “Zeus”, “Insekten”, Moulin Rouge”, “Affe und Frau”, “Gedanken gegen den Krieg”, “Venedig” sowie zahlreiche Arbeiten mit den bekannten Motiven seiner abstrahierten Akte aus dem Spätwerk.

    Der weibliche Akt steht im Mittelpunkt seines Interesses. Es geht um den Körper im Verhältnis zu seiner Umgebung. Verzerrungen und Deformierungen sind in seinen Werken ein überaus expressives und für den Künstler typisches Ausdrucksmittel. Die Farbe ist ein wichtiger Aussagefaktor in seinen Bildern. Abseits einer vordergründigen Erotik zeigen seine Bilder einen vielfältigen Diskurs zwischen stilistischer Variation und reiner Malerei.

    Alfred Kornberger gilt bei Experten als einer der vielfältigsten und bedeutensten Vertreter der expressiven, gegenständlichen Malerei in Österreich. Kornberger zählt zu den großen Koloristen in der Malerei des 20. Jhdt. Seine Arbeiten stehen schwerpunktmässig für die österreichische Tradition einer körperbetonten Kunst. Kornbergers Werke sind vielen bedeutenden musealen und privaten Sammlungen vertreten, u.a. Leopold Museum, Belvedere, Albertina, Vienna Insurance Company oder Österreichische Nationalbank. 

    Der neue Buch-Katalog mit 208 Seiten und 280 Abbildungen ist bei Vernissage und Ausstellung erhältlich. Die retrospektive Personalie läuft als Verkaufsausstellung von 5. Dezember 2014 (Vernissage ab 19.00 Uhr) bis Samstag, den 31. Jänner 2015.

  • Auseinandersetzungen: Laura Stadtegger mit erster Personalie in Galerie Czaak

    Auseinandersetzungen: Laura Stadtegger mit erster Personalie in Galerie Czaak

    “Auseinandersetzungen”, so lautet der Titel der ersten Einzel-Ausstellung der jungen Malerin Laura Stadtegger in der Wiener Galerie Czaak vom 26.09. bis 1.11.2014. Die 1984 in Graz geborene Attersee-Schülerin (Diplom Angewandte Wien, 2007) und Absolventin der New Yorker School of Visual Arts (2006 und 2007) steht für eine expressive und farbintensive Malerei in der österreichischen Tradition einer körperbetonten Kunst. Viele Zyklen sind in zahlreichen Studienreisen und Auslandsaufenthalten entstanden, darunter Amsterdam, San Francisco, Los Angeles oder Lima und La Paz sowie Amsterdam und München, wo die Künstlerin auch lebt und arbeitet.

    Die Auseinandersetzung mit dem Körper ist das zentrale Element in den Arbeiten von Laura Stadtegger und das zieht sich durch ihr gesamtes bisheriges Schaffen. In ihrer körperbetonten, figürlichen Malerei versucht die Künstlerin dabei ihre Sichtweise herauszukristalisieren und so das Neue auf sehr persönliche Weise herauszuarbeiten. Das Besondere dabei liegt in im Einfangen des Ausdrucks, der Stimmung, gleich einem Beutefang bekannter Wesenszüge, die erst durch die Berührung der eigenen Hände und die Erfahrung, sie zu erfassen, zu einem neuen Ganzen werden. Das zentrale, alles vereinende und verbindende Element ist dabei die Bewegung. 

    Diese Bewegungen brauchen Raum, weshalb ihre Bilder oft “bühnenbildartige” Größen annehmen, auf denen der Mensch als Akteur seiner Wirklichkeit gezeigt wird, ganz auf dem Sprung zur Suche nach Wahrheit, ganz dem Mythos gerecht, der übersetzt Laut, Wort, Rede oder einfach Erzählung bedeutet. Der Mythos verknüpft das Dasein der Menschen mit einer höheren Wahrheit, mit der Bewegtheit schlechthin, wie Aristoteles es auch ausgedrückt hat.

    In ihren mythologischen Bildern bedient sich die Künstlerin besonders einer Auflösung der Figuren durch eine wilde Pinselführung, die sich aber in konzentrierten Farbflächen niederschlägt und damit einen Spannungsrahmen bildet, der zwischen dem unberechenbaren Duktus und dem Einfangen von lesbarer Realität eine Balance herstellt. Die dadurch erwirkte Lebendigkeit verleiht den Figuren eine kraftvolle Ausstrahlung und den Charakter unbändiger Energie, die sich zwar auf der Stelle gefangen hält, jedoch mit dem Gefühl, als ob sie sich jeden Augenblick von der Leinwand lösen und in einer Explosion der Farben in “unsere Welt” eintauchen würden. 

    Die Auflösung des Körpers in Flächen als eine realisierbare Idee von Vergeistigungen und die aufgezeigte Verstrickung der einzelnen “Malsplitter” mit ihrer Umgebung spiegelt den Wunsch wider, in philosophische Überlegungen einzutauchen und den Betrachter auf der Stelle mit zu reißen. Stadtegger sucht oftmals den Menschen als Ganzes, als eine komplexe Einheit und dann legt sie ihr Augenmerk auf den Konflikt des Menschen in seiner oftmaligen Zerissenheit von Körperlichkeit und Vergeistigung. 

    Im Rahmen der Ausstellung erscheint ein Katalog mit zahlreichen Abbildungen und Texten von Boris Manner (Universität für angewandte Kunst, Wien) und der Künstlerin selbst.

    Die Einzel-Ausstellung läuft vom Freitag, 26.09.2014 bis Samstag, 01.11.2014 in der Galerie Czaak in der Sonnenfelsgasse 15 in 1010 Wien. Bei der Vernissage am Donnerstag, den 25.09.14 (nur mit Einladung; über office@galeriec.at) ist die Künstlerin anwesend.

  • Auseinandersetzungen: Laura Stadtegger mit erster Personalie in Galerie Czaak von 26.9. bis 1.11.14

    Auseinandersetzungen: Laura Stadtegger mit erster Personalie in Galerie Czaak von 26.9. bis 1.11.14

    Die 1984 in Graz geborene Attersee-Schülerin (Diplom Angewandte Wien, 2007) und Absolventin der New Yorker School of Visual Arts (2006 und 2007) steht für eine expressive und farbintensive Malerei in der österreichischen Tradition einer körperbetonten Kunst. Viele Zyklen sind in zahlreichen Studienreisen und Auslandsaufenthalten entstanden, darunter Amsterdam, San Francisco, Los Angeles oder Lima und La Paz sowie Amsterdam und München, wo die Künstlerin auch lebt und arbeitet.

    Die Auseinandersetzung mit dem Körper ist das zentrale Element in den Arbeiten von Laura Stadtegger und das zieht sich durch ihr gesamtes bisheriges Schaffen. In ihrer körperbetonten, figürlichen Malerei versucht die Künstlerin dabei ihre Sichtweise herauszukristalisieren und so das Neue auf sehr persönliche Weise herauszuarbeiten. Das Besondere dabei liegt in im Einfangen des Ausdrucks, der Stimmung, gleich einem Beutefang bekannter Wesenszüge, die erst durch die Berührung der eigenen Hände und die Erfahrung, sie zu erfassen, zu einem neuen Ganzen werden. Das zentrale, alles vereinende und verbindende Element ist dabei die Bewegung.

    Diese Bewegungen brauchen Raum, weshalb ihre Bilder oft “bühnenbildartige” Größen annehmen, auf denen der Mensch als Akteur seiner Wirklichkeit gezeigt wird, ganz auf dem Sprung zur Suche nach Wahrheit, ganz dem Mythos gerecht, der übersetzt Laut, Wort, Rede oder einfach Erzählung bedeutet. Der Mythos verknüpft das Dasein der Menschen mit einer höheren Wahrheit, mit der Bewegtheit schlechthin, wie Aristoteles es auch ausgedrückt hat.

    In ihren mythologischen Bildern bedient sich die Künstlerin besonders einer Auflösung der Figuren durch eine wilde Pinselführung, die sich aber in konzentrierten Farbflächen niederschlägt und damit einen Spannungsrahmen bildet, der zwischen dem unberechenbaren Duktus und dem Einfangen von lesbarer Realität eine Balance herstellt. Die dadurch erwirkte Lebendigkeit verleiht den Figuren eine kraftvolle Ausstrahlung und den Charakter unbändiger Energie, die sich zwar auf der Stelle gefangen hält, jedoch mit dem Gefühl, als ob sie sich jeden Augenblick von der Leinwand lösen und in einer Explosion der Farben in “unsere Welt” eintauchen würden.

    Die Auflösung des Körpers in Flächen als eine realisierbare Idee von Vergeistigungen und die aufgezeigte Verstrickung der einzelnen “Malsplitter” mit ihrer Umgebung spiegelt den Wunsch wider, in philosophische Überlegungen einzutauchen und den Betrachter auf der Stelle mit zu reißen. Stadtegger sucht oftmals den Menschen als Ganzes, als eine komplexe Einheit und dann legt sie ihr Augenmerk auf den Konflikt des Menschen in seiner oftmaligen Zerissenheit von Körperlichkeit und Vergeistigung.

    Im Rahmen der Ausstellung erscheint ein Katalog mit zahlreichen Abbildungen und Texten von Boris Manner (Universität für angewandte Kunst, Wien) und der Künstlerin selbst.

    Die Einzel-Ausstellung läuft vom Freitag, 26.09.2014 bis Samstag, 01.11.2014 in der Galerie Czaak in der Sonnenfelsgasse 15 in 1010 Wien. Bei der Vernissage am Donnerstag, den 25.09.14 (nur mit Einladung; über office@galeriec.at) ist die Künstlerin anwesend.